Parlamentarisches Frühstück: Hightech braucht Exzellenz – Spitzenforschung als Schlüssel zur Technologiestärke
News vom 10.06.2026
Wie können Universitäten dazu beitragen, Deutschlands Technologie- und Innovationskraft langfristig zu stärken? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Parlamentarischen Frühstücks „Hightech braucht Exzellenz: Spitzenforschung als Schlüssel zur Technologiestärke“, zu dem German U15 gemeinsam mit der Universität Bonn am 10. Juni 2026 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wissenschaft eingeladen hatte.
Im Zentrum der Veranstaltung stand die Rolle forschungsstarker Universitäten als Treiber von Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und technologischer Souveränität. Universitäten verbinden exzellente Grundlagenforschung mit der Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte sowie dem Transfer von Wissen und Technologien in Wirtschaft und Gesellschaft. Damit schaffen sie die Voraussetzungen für die Entwicklung neuer Technologien und die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen.
In seiner Begrüßung betonte Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch, Rektor der Universität Bonn und Vorstandsvorsitzender von German U15, die Bedeutung wissenschaftlicher Exzellenz als Grundlage technologischer Stärke. Gemeinsam mit Dr. Friederike Schröder, Geschäftsführerin von German U15, eröffnete er die Veranstaltung, an der auch die Prorektorin für Forschung und Karriereentwicklung der Universität Bonn, Prof. Dr. Ilona Grunwald Kadow, teilnahm. Ein besonderer Dank galt Prof. Dr. Hendrik Streeck, Mitglied des Deutschen Bundestages für den Wahlkreis Bonn und Direktor des Instituts für Virologie der Universität Bonn, der das Parlamentarische Frühstück als Schirmherr unterstützte.
Die Universität Bonn diente dabei als Beispiel dafür, wie wissenschaftliche Exzellenz in konkrete Zukunftslösungen übersetzt werden kann. Als erfolgreichste Universität der aktuellen Exzellenzstrategie mit acht Exzellenzclustern verfolgt sie einen transdisziplinären Ansatz, der Spitzenforschung über Fakultätsgrenzen hinweg vernetzt und neue Forschungsverbünde mit internationaler Sichtbarkeit hervorbringt.
Einen Einblick in die praktische Relevanz dieser Forschung gab Prof. Dr. Cyrill Stachniss vom Exzellenzcluster PhenoRob. Er stellte KI- und robotikgestützte Systeme für eine ressourceneffiziente Landwirtschaft vor, die den Einsatz von Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln reduzieren, Produktionsprozesse resilienter machen und gleichzeitig Erträge sichern können. Die Forschung des Clusters leistet damit wichtige Beiträge zu Klima- und Nachhaltigkeitszielen, zur Ernährungssicherheit sowie zur Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Agrarwirtschaft.
Wie Grundlagenforschung die technologischen Möglichkeiten von morgen eröffnet, zeigte Prof. Dr. Lena Funcke anhand ihrer Arbeit in den Exzellenzclustern Color Meets Flavor und Matter and Light for Quantum Computing (ML4Q). Die Physikerin, die 2022 vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) auf eine Bonner Exzellenzprofessur berufen wurde, verdeutlichte, wie Forschung an den physikalischen Grundlagen zukünftiger Quantentechnologien langfristig neue Anwendungen in Bereichen wie Materialwissenschaften, Medizin oder komplexen Simulationen ermöglichen kann. Zugleich wurde deutlich, welche Bedeutung internationale Vernetzung, exzellente Forschungsbedingungen und die Gewinnung hochqualifizierter Talente für die Innovationsfähigkeit Deutschlands besitzen.
In der anschließenden Diskussion tauschten sich die Teilnehmenden über die Rahmenbedingungen aus, die erforderlich sind, damit Spitzenforschung ihre Wirkung für Wirtschaft, Gesellschaft und technologische Souveränität weiterhin entfalten kann. Dabei wurde deutlich: Technologische Souveränität entsteht nicht erst im Markt. Sie beginnt mit exzellenter Grundlagenforschung, mit hochqualifizierten Talenten und mit Universitäten, die Forschung, Transfer und Innovation konsequent zusammendenken.
German U15 und die Universität Bonn danken allen Gästen für den offenen Austausch sowie Prof. Dr. Hendrik Streeck für die Übernahme der Schirmherrschaft. Die Diskussion hat eindrucksvoll gezeigt, welchen Beitrag forschungsstarke Universitäten zur Entwicklung von Schlüsseltechnologien leisten – und warum Investitionen in wissenschaftliche Exzellenz zugleich Investitionen in die Zukunftsfähigkeit Deutschlands sind.
Auf einen Blick
Parlamentarischen Frühstück „Hightech braucht Exzellenz: Spitzenforschung als Schlüssel zur Technologiestärke“
Datum: 10. Juni 2026
Ort:
Deutscher Bundestag, Berlin
Teilnehmende:
Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Hoch (Rektor der Universität Bonn und Vorstandsvorsitzender von German U15), Dr. Friederike Schröder (Geschäftsführerin (komm.) von German U15), Prof. Dr. Ilona Grunwald Kadow (Prorektorin für Forschung und Karriereentwicklung der Universität Bonn), Prof. Dr. Hendrik Streeck (Mitglied des Deutschen Bundestages und Schirmherr der Veranstaltung), Prof. Dr. Cyrill Stachniss (Exzellenzcluster PhenoRob) und Prof. Dr. Lena Funcke (Exzellenzcluster Color Meets Flavor und Matter and Light for Quantum Computing – ML4Q) sowie Mitglieder des Deutschen Bundestages und deren Mitarbeitende, Vertreter*innen aus Wissenschaft und Forschungspolitik
Ziele der Veranstaltung:
- Die Bedeutung universitärer Spitzenforschung für die Technologie- und Innovationskraft Deutschlands sichtbar machen.
- Aufzeigen, wie Exzellenzforschung in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Robotik und Quantentechnologien zur Bewältigung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen beiträgt.
- Den Zusammenhang von Grundlagenforschung, Talententwicklung und Wissens- und Technologietransfer für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität verdeutlichen.





