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Reise nach Toronto: U15 & DAAD im transatlantischen Austausch

© German U15

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News vom 03.02.2026

Toronto Ende Januar: eisige Temperaturen draußen (bis zu -25 Grad!), intensive Debatten drinnen. Eine gemeinsame Delegation von German U15 und dem Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) reiste vom 29. bis 31. Januar 2026 nach Kanada, um mit Partnern aus Wissenschaft und Politik über eine zentrale Frage zu sprechen: Welche Rolle können forschungsintensive Universitäten in einer zunehmend fragmentierten Welt spielen?

Ein Höhepunkt der Reise war die öffentliche Paneldiskussion an der Munk School of Global Affairs & Public Policy der University of Toronto. Unter dem Titel „German-Canadian Transatlantic Relations: Science, Diplomacy, and Higher Education“ kamen Vertreter*innen aus Hochschulleitungen, Wissenschaftspolitik und internationaler Forschung zusammen. Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, wie Kanada und Deutschland – zuletzt vom kanadischen Premierminister, Mark Carney, gemeinsam unter dem Label „Middle Powers“ gefasst – ihre wissenschaftlichen Stärken nutzen können, um Vertrauen, Offenheit und Innovationsfähigkeit zu sichern.

Auf dem Podium diskutierten Michael Hoch, Vorsitzender von German U15 und Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Joybrato Mukherjee, Präsident des DAAD, und Rektor der Universität zu Köln, Robert Asselin, CEO von U15 Canada, sowie Janice Stein, Gründungsdirektorin der Munk School. Moderiert wurde die Diskussion von Randall Hansen, seines Zeichens Politikwissenschaftler und ehemaliger Direktor der Munk School. Einordnende Impulse lieferte Thorsten Faas, Inhaber des Hannah-Arendt-Gastlehrstuhls für Deutschland- und Europastudien an der Universität Toronto. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Anne Wagner-Mitchell, der deutschen Generalkonsulin in Toronto.

Abseits des Podiums ging der Austausch weiter. In Gesprächen mit Melanie Woodin, Präsidentin der University of Toronto, und Leah Cowen, Vice-President Research & Innovation, standen strategische Rahmenbedingungen, institutionelle Partnerschaften und langfristige Perspektiven der Zusammenarbeit im Fokus.

Die Reise nach Toronto hat gezeigt: Forschungsstarke Universitäten sind längst mehr als Orte der Wissensproduktion. Sie sind diplomatische Akteure, Innovationsmotoren und zentrale Partner für Politik und Gesellschaft. Zugleich wird die Stärke und wachsende Bedeutung der deutsch-kanadischen Wissenschaftsbeziehungen deutlich, die zunehmend zu einem strategischen Pfeiler internationaler Zusammenarbeit werden. German U15 dankt den kanadischen Partnern herzlich für den offenen Austausch, die klugen Impulse – und die große Gastfreundschaft.

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Auf einen Blick

Datum:
29.–30. Januar 2026

Ort:
Toronto, Kanada

Wer?:
German U15, Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

Ziel der Reise:
Strategischer Austausch auf Leitungsebene zu Rahmenbedingungen, Prioritäten und Perspektiven forschungsintensiver Universitäten in Deutschland und Kanada.

 

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