Forderungen an die Politik
- Reform des Kapazitätsrechts und der Lehrverpflichtungsverordnungen: Anrechnung neuer Aufgabenformate (Mentoring, Prüfungen, Betreuung, digitale Lehre) sowie flexible Curricularnormwerte, damit Lehr- und Karriereinnovationen kapazitätsrechtlich möglich werden.
- Stärkung der Grundfinanzierung, um die Zahl unbefristeter Stellen zu erhöhen und Drittmittelrisiken abzufedern; nur so lassen sich nachhaltige Personalstrukturen aufbauen.
- Eine förderliche, praxistaugliche Novelle des WissZeitVG, die Mindestvertragslaufzeiten festlegt und die familien- und inklusionspolitische Komponente stärkt.
- Experimentier-/Erprobungsklauseln in Landeshochschulgesetzen (LHGs) und Kapazitätsverordnungen, um neue Stellen- und Lehrmodelle (z. B. Department-Strukturen, neue Rollenprofile) rechtssicher zu testen. Gemeinsam mit der Universität Hamburg und der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung der Stadt Hamburg wollen wir in einem Pilotprojekt testen, wie durch Anpassungen im Landesrecht Spielräume für neue Stellenprofile entstehen können.
- Fortgesetzte Dynamisierung des Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken, um steigende Kosten auszugleichen und Planungssicherheit für Hochschulen und Beschäftigte zu schaffen.
Wir setzen uns ein für
- Exzellente und verlässliche Karrierewege
Spitzenforschung, innovative Lehre und ein starkes Wissenschaftsmanagement brauchen hervorragend ausgebildete Menschen. Gleichzeitig sucht der Arbeitsmarkt händeringend nach Fachkräften – in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft.
German U15 setzt sich dafür ein, dass kluge Köpfe frühzeitig planen können: mit klaren, fairen und verlässlichen Karrierewegen – innerhalb und außerhalb der Hochschule. Wir wollen attraktive Perspektiven schaffen, unnötige Hürden abbauen und den Wechsel zwischen akademischer und außerakademischer Laufbahn erleichtern.
- Ausgewogene Beschäftigungsstrukturen
Gute Wissenschaft entsteht dort, wo die Rahmenbedingungen stimmen. Dazu gehört ein ausgewogenes Verhältnis zwischen festen und befristeten Stellen. Wenn Personalstrukturen langfristig geplant werden, auch Drittmittel verlässliche Beschäftigung zulassen und Abläufe transparent sind, stärkt das nicht nur Forschung, Lehre und Wissenstransfer – sondern auch die Menschen, die in der Wissenschaft arbeiten.




